Beschattete Teefelder in Uji im Frühling
Matcha-Wissen

Guter Matcha beginnt bei der Ernte.

Ein Teefeld in Japan wird mehrmals im Jahr geerntet. Wann ein Blatt gepflückt wird, siehst und schmeckst du in jeder Schale.

Im Frühling liegen die Felder rund vier Wochen im Schatten.
Das Erntejahr

Ein Jahr auf dem Teefeld.

Wähle eine Phase im Kreis und sieh, was sie mit dem Matcha macht.

November bis März

Winterruhe

Die Teepflanzen ruhen und sammeln Kraft in den Wurzeln.

Auf dem Feld
Kein neuer Austrieb, keine Ernte.
Warum es zählt
Aus dieser Ruhe wachsen im Frühling die zartesten Blätter des Jahres.
April

Beschattung

Rund vier Wochen vor der ersten Ernte decken die Bauern die Felder ab.

Was passiert
Die Blätter bekommen weniger Sonne und werden dunkler grün.
Im Matcha
Mehr Süsse, weniger Bitterkeit.
Ende April bis Mai
Unser Matcha

Erste Frühlingsernte

Die ersten jungen Blätter nach dem Winter. Daraus machen wir unseren Matcha.

Farbe
Leuchtend grün
Geschmack
Mild und leicht süss, kaum bitter
Schaum
Dicht und fein
Bei matcha⁷
Langsam auf Granitmühlen gemahlen
Juni
Unser Hojicha

Formschnitt

Nach der ersten Ernte werden die Teebüsche in Form geschnitten, damit sie gleichmässig nachwachsen.

Die Blätter
Grösser und kräftiger als die jungen Blätter der ersten Ernte
Bei matcha⁷
Wir rösten diese Blätter langsam zu unserem Hojicha, mit Haselnuss-Noten.
Juli bis August

Sommerernte

Die zweite Ernte des Jahres. Die Blätter bekommen viel Sonne und bilden mehr Bitterstoffe.

Farbe
Olivgrün
Geschmack
Herb und bitter
Schaum
Grobe Blasen, die schnell zusammenfallen
Typisch für
Günstigen Matcha zum Backen oder für Fertigmischungen
September bis Oktober

Herbsternte

Die letzten Blätter des Jahres sind gross und hart.

Farbe
Gelblich bis bräunlich
Geschmack
Kräftig bitter und strohig
Schaum
Kaum Schaum
Typisch für
Sehr günstiges Teepulver

Die Farben im Kreis zeigen ungefähr, wie das Pulver aussieht. Echte Fotos findest du weiter unten.

Und Hojicha?

Unseren Hojicha rösten wir langsam aus den Blättern vom Formschnitt. Er schmeckt röstig, mit Haselnuss-Noten.

Zum Hojicha
Vom Blatt zum Pulver

So entsteht Matcha.

Zwischen Teefeld und Pulver liegen nur wenige Schritte. Jeder davon entscheidet über Farbe und Geschmack.

1

Beschatten

Rund vier Wochen vor der Ernte liegen die Felder im Schatten.

2

Pflücken

Für unseren Matcha nur die jungen Blätter der ersten Frühlingsernte.

3

Dämpfen

Die Blätter werden kurz gedämpft, damit sie grün bleiben.

4

Trocknen

Danach werden sie getrocknet und von Stielen und Blattadern befreit.

5

Mahlen

Granitmühlen mahlen die Blätter langsam zu feinem Pulver.

Granitmühle beim Mahlen von Matcha
30g
So viel Matcha mahlt eine Granitmühle in einer Stunde.

Sie dreht sich langsam, damit beim Mahlen kaum Wärme entsteht. Das schont Farbe und Geschmack, braucht aber Zeit. Darum kostet auf Granit gemahlener Matcha mehr als Pulver aus schnellen Mühlen.

Qualität erkennen

Den Unterschied siehst du.

Links unser Matcha aus der ersten Frühlingsernte, rechts Matcha aus der Sommerernte. Zieh am Regler und vergleiche selbst.

01

Das Pulver

Matcha-Pulver aus der Sommerernte, olivgrün
Matcha-Pulver aus der ersten Frühlingsernte, leuchtend grün
Erste Frühlingsernte
Sommerernte
Leuchtend grün und fein wie Puder
Matt olivgrün, eher gelblich
02

Mit Wasser

Glas mit Matcha und Wasser: links Frühlingsernte, rechts Sommerernte
Erste Frühlingsernte
Sommerernte
Kräftig grün, mit dichtem, feinem Schaum
Matt olivgrün, mit dünnem Schaum
03

Der Geschmack

Am deutlichsten merkst du den Unterschied pur, nur mit Wasser.

matcha⁷
Erste Frühlingsernte
Leicht süss
Vollmundig
Weich
Kaum bitter

Pur mit Wasser mild und rund, mit natürlicher Süsse. Bitterkeit spürst du kaum.

Sommerernte
Zweite Ernte des Jahres
Herb
Bitter
Grasig
Trocken im Abgang

Pur mit Wasser schnell bitter. Im Abgang bleibt ein trockenes Gefühl im Mund, mit Milch und Zucker fällt das weniger auf.

Guten Matcha erkennen

Fünf Dinge, an denen du guten Matcha erkennst.

Ob bei uns oder anderswo: Diese Punkte kannst du prüfen, bevor du den ersten Schluck nimmst.

1

Leuchtend grün

Wirkt er olivgrün oder bräunlich, ist er alt oder stammt aus einer späteren Ernte.

2

Herkunft genannt

Eine Region wie Uji sagt mehr als nur «aus Japan».

3

Ernte genannt

Am besten die erste Frühlingsernte, mit Jahr wie «Frühlingsernte 2026».

4

Fein wie Puder

Zwischen den Fingern fühlt er sich weich an, ohne Körnchen.

5

Gut verpackt

Licht- und luftdicht verpackt, mit Haltbarkeitsdatum.

Auf der Packung

Was heisst «zeremoniell»?

Der Begriff ist weder geschützt noch genormt. Gemeint ist meist Matcha, der gut genug ist, um ihn pur mit Wasser zu trinken.

Bei uns heisst zeremoniell: nur die erste Frühlingsernte, langsam auf Granit gemahlen.

Frisch halten

So bleibt dein Matcha grün.

Luft und Licht lassen Matcha mit der Zeit olivgrün und bitter werden. Geöffnet schmeckt er innert 3 Monaten am besten.

Frisch geöffnet
Nach Monaten offen
1

Nach jedem Löffel gut verschliessen.

2

Dunkel und kühl lagern, nicht neben dem Herd.

3

Weg von starken Gerüchen wie Kaffee oder Gewürzen.

4

Mit trockenem Löffel dosieren, Feuchtigkeit lässt ihn verklumpen.

Häufige Fragen

Wenn dein Matcha nicht gelingt.

Die häufigsten Probleme in der Schale und wie du sie löst.

Meist ist das Wasser zu heiss. Über 80°C lösen sich mehr Bitterstoffe, kochendes Wasser macht jeden Matcha bitter. Bleibt er auch bei 80°C herb, stammt er wohl aus einer späteren Ernte.

Meist ist es zu viel Wasser oder die Bewegung. Nimm 2g auf 40ml und schlag 10 bis 15 Sekunden im Zickzack auf, nicht im Kreis. Mit Gabel oder Löffel entsteht kaum Schaum.

Unseren nicht, er ist fein genug gemahlen. Gröberer Matcha bildet eher Klümpchen, dort hilft ein feines Sieb.

Ein frischer, pflanzlicher Ton gehört zu Matcha. Stark nach Gras schmeckt er, wenn zu viel Pulver auf zu wenig Wasser kommt oder der Matcha aus einer späteren Ernte stammt.

Schweizweit in Cafés serviert.
Für Cafés
Unser Matcha

Nur aus der ersten Frühlingsernte.

Wir beziehen unseren Bio-Matcha direkt von Familienfarmen in Uji. Die Blätter wachsen rund vier Wochen im Schatten und werden nach der Ernte langsam auf Granitmühlen gemahlen.

Frisch gepflückte Teeblätter der ersten Frühlingsernte