
Guter Matcha beginnt bei der Ernte.
Ein Teefeld in Japan wird mehrmals im Jahr geerntet. Wann ein Blatt gepflückt wird, siehst und schmeckst du in jeder Schale.
Ein Jahr auf dem Teefeld.
Wähle eine Phase im Kreis und sieh, was sie mit dem Matcha macht.
Winterruhe
Die Teepflanzen ruhen und sammeln Kraft in den Wurzeln.
Beschattung
Rund vier Wochen vor der ersten Ernte decken die Bauern die Felder ab.
Erste Frühlingsernte
Die ersten jungen Blätter nach dem Winter. Daraus machen wir unseren Matcha.
Formschnitt
Nach der ersten Ernte werden die Teebüsche in Form geschnitten, damit sie gleichmässig nachwachsen.
Sommerernte
Die zweite Ernte des Jahres. Die Blätter bekommen viel Sonne und bilden mehr Bitterstoffe.
Herbsternte
Die letzten Blätter des Jahres sind gross und hart.
Die Farben im Kreis zeigen ungefähr, wie das Pulver aussieht. Echte Fotos findest du weiter unten.
Und Hojicha?
Unseren Hojicha rösten wir langsam aus den Blättern vom Formschnitt. Er schmeckt röstig, mit Haselnuss-Noten.
So entsteht Matcha.
Zwischen Teefeld und Pulver liegen nur wenige Schritte. Jeder davon entscheidet über Farbe und Geschmack.
Beschatten
Rund vier Wochen vor der Ernte liegen die Felder im Schatten.
Pflücken
Für unseren Matcha nur die jungen Blätter der ersten Frühlingsernte.
Dämpfen
Die Blätter werden kurz gedämpft, damit sie grün bleiben.
Trocknen
Danach werden sie getrocknet und von Stielen und Blattadern befreit.
Mahlen
Granitmühlen mahlen die Blätter langsam zu feinem Pulver.

Sie dreht sich langsam, damit beim Mahlen kaum Wärme entsteht. Das schont Farbe und Geschmack, braucht aber Zeit. Darum kostet auf Granit gemahlener Matcha mehr als Pulver aus schnellen Mühlen.
Den Unterschied siehst du.
Links unser Matcha aus der ersten Frühlingsernte, rechts Matcha aus der Sommerernte. Zieh am Regler und vergleiche selbst.
Das Pulver


Mit Wasser

Der Geschmack
Am deutlichsten merkst du den Unterschied pur, nur mit Wasser.
Pur mit Wasser mild und rund, mit natürlicher Süsse. Bitterkeit spürst du kaum.
Pur mit Wasser schnell bitter. Im Abgang bleibt ein trockenes Gefühl im Mund, mit Milch und Zucker fällt das weniger auf.
Fünf Dinge, an denen du guten Matcha erkennst.
Ob bei uns oder anderswo: Diese Punkte kannst du prüfen, bevor du den ersten Schluck nimmst.
Leuchtend grün
Wirkt er olivgrün oder bräunlich, ist er alt oder stammt aus einer späteren Ernte.
Herkunft genannt
Eine Region wie Uji sagt mehr als nur «aus Japan».
Ernte genannt
Am besten die erste Frühlingsernte, mit Jahr wie «Frühlingsernte 2026».
Fein wie Puder
Zwischen den Fingern fühlt er sich weich an, ohne Körnchen.
Gut verpackt
Licht- und luftdicht verpackt, mit Haltbarkeitsdatum.
Was heisst «zeremoniell»?
Der Begriff ist weder geschützt noch genormt. Gemeint ist meist Matcha, der gut genug ist, um ihn pur mit Wasser zu trinken.
Bei uns heisst zeremoniell: nur die erste Frühlingsernte, langsam auf Granit gemahlen.
So bleibt dein Matcha grün.
Luft und Licht lassen Matcha mit der Zeit olivgrün und bitter werden. Geöffnet schmeckt er innert 3 Monaten am besten.
Nach jedem Löffel gut verschliessen.
Dunkel und kühl lagern, nicht neben dem Herd.
Weg von starken Gerüchen wie Kaffee oder Gewürzen.
Mit trockenem Löffel dosieren, Feuchtigkeit lässt ihn verklumpen.
Wenn dein Matcha nicht gelingt.
Die häufigsten Probleme in der Schale und wie du sie löst.
Warum ist mein Matcha bitter?
Meist ist das Wasser zu heiss. Über 80°C lösen sich mehr Bitterstoffe, kochendes Wasser macht jeden Matcha bitter. Bleibt er auch bei 80°C herb, stammt er wohl aus einer späteren Ernte.
Warum schäumt mein Matcha nicht?
Meist ist es zu viel Wasser oder die Bewegung. Nimm 2g auf 40ml und schlag 10 bis 15 Sekunden im Zickzack auf, nicht im Kreis. Mit Gabel oder Löffel entsteht kaum Schaum.
Muss ich Matcha sieben?
Unseren nicht, er ist fein genug gemahlen. Gröberer Matcha bildet eher Klümpchen, dort hilft ein feines Sieb.
Warum schmeckt mein Matcha nach Gras?
Ein frischer, pflanzlicher Ton gehört zu Matcha. Stark nach Gras schmeckt er, wenn zu viel Pulver auf zu wenig Wasser kommt oder der Matcha aus einer späteren Ernte stammt.
Nur aus der ersten Frühlingsernte.
Wir beziehen unseren Bio-Matcha direkt von Familienfarmen in Uji. Die Blätter wachsen rund vier Wochen im Schatten und werden nach der Ernte langsam auf Granitmühlen gemahlen.





